Eddie auf Leckerchenjagd bearbeitet und skaliertEddie verdient sich sein EssenNatürliche Esskultur hilft gegen Dauer-Hunger und Schüchternheit. 

Die Natur hat unseren Magen klein und hoch spezialisiert gemacht. Unsere Vorfahren brauchten gut verdauliche Nahrung in kleinen Mengen. Die normale Mahlzeit für eine wilde Katze war durchschnittlich nur ungefähr so groß wie ein menschlicher Finger. 

Heute leben wir bei den Menschen. Sie geben uns gutes Essen, stellen es aber in einem Napf auf, der meist größere Portionen enthält, als sie mal von der Natur geplant waren. 

Das heißt, Suche und Jagd fallen weg, der Körper erlebt nicht den Vorgang von Anspannung und Entspannung.

Außerdem wird der Magen wird an große Portionen gewöhnt. Das führt bei einigen von uns dazu, dass der Magen sich erst dehnt und nach kurzer Zeit wieder "Hunger" meldet. 

Die gute Nachricht an dieser Erkenntnis ist, dass wir durch einfache Änderungen unserer Esskultur schon unser Hunger-Gefühl zügeln können.

Für Trockenfutter-Freunde:

Wenn dein Mensch im Laufe des Tages immer wieder mal Zeit hat, kann das Futter im Napf durch kleine Fütterungs-Sessions ersetzt werden, bei denen dein Mensch dir die Futterbröckchen einzeln hinwirft. Wenn du ein richtiger Stubentiger bist, kann das eine lustige Bröckchen-Jagd durch den Raum werden. Wenn du eher ein ruhiger Typ bist, kann dein Mensch die Futter-Bröckchen auch langsam rechts und links an deinen Pfoten vorbeirollen, so dass du sie mit Pfotenbewegungen einfangen kannst. Beides hat den Effekt, dass du Spannung und Entspannung der Jagd und das passende Glücksgefühl mit der Aufnahme kleiner Futtermengen verbindest. Beides hilft sehr gegen Dauer-Hunger.

Kleiner Tipp: Macht die Fütterungs-Einheiten nicht zu lang. Ein paar Minuten reichen. Fernseh-Werbepausen sind dafür gut geeignet.

Für Feuchtfutter- oder Frischfutter-Freunde:

Feuchtes Futter kann in Kunststoff-Schnapsgläser  gefüllt werden, die dann in der Wohnung verteilt werden. Das führt zwar nicht zu dem Glücksgefühl einer erfolgreichen Jagd, aber das Suchen und Erschnüffeln des Futters und das Herausholen des Futters aus dem Becherchen bringen dennoch Spannung und Auflösung der Spannung in die Fütterung. Außerdem schrumpfen auch hier die Portionen im Vergleich zu einem gefüllten Katzennapf.

Extra-Tipp, wenn deine Mensch mal nicht so viel Zeit hat oder den ganzen Tag über außer Haus ist:

Auch Trockenfutter-Bröckchen können in kleinen Portionen in der Wohnung verteilt werden. Als Gefäße eignen sich ebenfalls kleine Kunststoff-Schnapsgläser oder aber auch Puppengeschirr oder Tassen-Untersetzer. Das gibt dir auch eine schöne Beschäftigung, bis dein Mensch wieder nach Hause kommt. Wenn du später fit darin bist, die Portionen zu finden, können die Bedingungen erschwert werden. Die Plastik-Gläschen können dann mit einem dünnen Tuch bedeckt werden, in einen leichten Karton gestellt oder einfach nur umgedreht werden. So bist du eine Weile damit beschäftigt und das Essen macht mehr Spaß und bringt noch ein gewisses Erfolgsgefühl mit sich.

Solche Erfolge können auch das Selbstbewusstsein schüchterner Katzen stärken, die sich lieber dann aus ihren Verstecken trauen, wenn ihre Menschen nicht im Haus sind. Bist du sehr scheu? In dem Fall, ist so verteiltes Futter ein kleiner Anreiz, deine Wohnung zu erkunden, was dir helfen wird sicherer zu werden. Außerdem werden die Erfolge bei der Suche nach Nahrung ebenfalls dein Selbstbewusstsein unterstützen!