Der Club für Katzen-Mamis und solche, die es noch werden wollen. Profitiere von den Erfahrungen, die andere schon gemacht haben, damit du das Mutter-werden und Mutter-sein so richtig genießen kannst!

2 Stunden sichtbare Wehen

Die kleinen Wehen am Anfang spürst du nur. Die stärkeren Wehen sind dann sogar von außen sichtbar. Diese sichtbaren Wehen sollten spätestens nach 2 Stunden zu der Geburt eines Babys führen. Wenn du schon länger als 2 Stunden so stark presst, ohne dass ein Kind geboren wird, dann stimmt möglicherweise etwas nicht. Zum Beispiel kann das Baby zu groß für den Ausgang sein. Oder es kann sich in einer Position befinden, in der es nicht nach draußen kommen kann. Dann braucht ihr Hilfe. Das können Spritzen, Infusionen oder ein Kaiserschnitt sein.

 

Übler Geruch oder starke Blutung

Wenn aus deiner Scheide stinkende Flüssigkeiten auslaufen oder viel Blut herauskommt, ist das ebenfalls ein Grund, zum Tierarzt zu gehen. Übel riechende Flüssigkeiten können auf tote oder sterbende Babys in deinem Bauch hindeuten. Dadurch kann Gift entstehen, das dir oder deinen anderen Kindern schaden kann.

Eine starke Blutung kann ein Hinweis auf eine Verletzung deiner Gebärmutter sein. Ihr solltet zum Tierarzt gehen, bevor der Blutverlust dich schwächt. Du brauchst deine Energie für die Erholung nach der Geburt und dafür, deine Kinder zu ernähren. 

Der Tierarzt kann dich stabilisieren, herausfinden, ob deine Babys noch leben und ob ihr allein die Geburt überstehen könnt. Wenn nicht, kann er euch dabei helfen. 

 

Schwäche

Wenn dir vor, während oder nach der Geburt schwindelig wird oder du dich sehr schwach fühlst, kann es auch sein, dass dir die Energie oder bestimmte Nährstoffe ausgegangen sind oder, dass dir Flüssigkeit fehlt. In so einem Fall kann der Tierarzt dir zum Beispiel mit Infusionen helfen.

 

Wenn dir deine Babys nach der Geburt einfach zu viel sind

Das macht dich nicht zu einer schlechten Katze oder einer schlechten Mutter. Manchmal ist es einfach schwer, mit den Schmerzen der Geburt umzugehen. Auch körperloiche Erschöpfung kann verhindern, dass du dich ausreichend um deine Kinder kümmern kannst. Dann brauchst du mindestens Hilfe von deinem Menschen, möglicherweise aber auch von einem Tierarzt.

Auch, wenn eines deiner Babys extrem schwach sein sollte, kann ein Tierarzt ihm vielleicht noch eine zweite Chance geben.

Vorbereitung ist alles

Wenn du dich gut und fit für die Geburt fühlst, ist der nächste Schritt für dich, alles für die Geburt vorzubereiten. Zum Beispiel solltest du dir einen guten Platz für die Geburt aussuchen. Dein Mensch hat vielleicht etwas Schönes für dich vorbereitet.

Kätzische Vorlieben sind unterschiedlich. Magst du lieber eine offene Box oder hättest du lieber eine Wurfkiste mit Dach? Wünschst du dir einen großen, bequemen Einstieg oder fühlst du dich mit einem kleinen Einstiegsloch sicherer? Und wie soll der Innenraum sein? Geräumig oder doch eher kuschelig eng?

Auch das Material ist wichtig. Holz, Plastik, Karton? Mit Handtüchern ausgelegt oder doch lieber mit Kissen?

Vielleicht ist dein Mensch ja auch so lieb und stellt dir mehrere Kisten hin, so dass du dir eine aussuchen darfst. Dein Mensch weiß bestimmt, wo du dich normalerweise versteckst und kann dir so 2 oder 3 Boxen anbieten, die zu dir ganz persönlich passen.

Wenn du Wärme sehr magst, kann dir dein Mensch auch ab und zu eine Wärmflasche in deine Lieblingsbox legen - vor allem, wenn die Geburt naht. 

Aber du bist eine unabhängige Katze! Wenn es dir besser gefällt, kannst du dich für die Geburt auch in den Schrank deines Menschen zwischen die Handtücher legen. Oder an einen anderen schönen, sicheren Ort.

Vielleicht stehen die Kisten jetzt auch permanent unter der Beobachtung deines Menschen. Wenn du Wert auf deine Privatsphäre legst und dir das ständige Beobachtet-werden zuviel wird, kannst du dir auch einen geheimeren Ort suchen.

Eventuell möchtest du auch gleich nach der Geburt mit deinen Kindern umziehen, deswegen solltest du außer nach der Wurfkiste auch nach einem weiteren schönen Ort Ausschau halten, zum Beispiel eine der anderen bereit gestellten Boxen.

 

Wenn dein Mensch anfängt, seltsame Dinge in das Geburtszimmer zu schaffen, braucht dich das nciht weiter zu stören. Das heißt nur, dass er sich auch optimal vorbereiten möchte, um dich und deine Kinder während und nach der Geburt zu beschützen. Auch, wenn er eine Katzen-Transportbox bereitstellt, braucht dich das nicht zu besorgen. Wahrscheinlich wird bei der Geburt alles glatt gehen. Aber wenn ihr doch schnell zu deinem Tierarzt fahren müsst, steht wenigstens schon alles Notwendige bereit.

Ansonsten könnte dein Mensch noch eine Waage, Schreibzeug, Bindfäden und eine Schere bereitlegen. Das macht ja nichts, da du diese Dinge schon kennst. Über ein paar bereitgelegte Handtücher wirst du dich wahrscheinlich sogar freuen.

Wenn etwas ganz fies riecht, ist das wahrscheinlich Desinfektionsmittel. Vielleicht ist dein Mensch aber auch so freundlich, es in einem anderen Raum zu lagern. 

Besonders engagierte Menschen stellen sogar Pulver für künstliche Katzenbaby-Milch bereit. Keine Sorge, sie wollen dir deine Aufgaben nicht wegnehmen. Sie möchten nur einspringen, wenn du selbst keine oder nicht genug Milch hast.

Wichtig ist, dass in den Stunden vor, während und nach der Geburt leckeres Futter für dich bereit steht. Sonst kann es passieren, dass dir während der Geburt die Energie ausgeht.

 

Wenn ihr alle vorbereitet seid, kann es losgehen...

Geburt

Das Wichtigste zuerst: Die meisten Katzengeburten laufen ganz natürlich und erfolgreich ab. 

Falls doch etwas nicht so läuft wie geplant, stehen einige Menschen, deine eigenen Menschen und auch Tierärzte bereit, um dir zu helfen. Vielleicht haben sie sich sogar schon abgestimmt, was sie im Fall von Geburtsproblemen machen.

Du brauchst dir also keine Sorgen zu machen.

Die Geburt kannst du etwa 65 Tage nach dem Sex erwarten.

Wenn du das erste mal Wehen hast, weißt du wahrscheinlich gar nicht, wie dir geschieht! Du wirst krampfartige Schmerzen in deinem Bauch verspüren und kannst nicht sicher sagen, ob das alles gut oder schlecht für dich ist.

Wenn du dich beruhigen möchtest, kannst du schnurren. Das ist gut für dich und für deine Kinder.

In den Stunden vor, während und nach der Geburt sollte dir immer leckere Essen zur Verfügung stehen, eine Geburt ist schließlich anstrengend!

Wenn es anfängt, ernst zu werden, und dir heiß wird oder du Schmerzen hast, hilft es auch, wenn du hechelst.

Später, wenn die Wehen stärker werden, darfst du auch deinen Schmerz und deine Anstrengung richtig rausbrüllen. In diesem Moment bist nur du wichtig. Wenn das irgendwen stört, ist das sein Problem!

Jedes deiner Kinder kommt gut verpackt in einer Hülle zur Welt. Jetzt heißt es: Nicht wundern, auspacken! Die Hülle brauchen deine Babys für das Leben in deinem Bauch und für eine reibungslosse Geburt. In der Hülle können sie draußen aber keine Luft bekommen. DEswegen musst du sie daraus befreien, sobald sie vor dir liegen. Das kannst du am besten mit deiner Zunge und deinen Zähnen erledigen. Du darfst sogar schon anfangen, wenn nur ein Teil deines Babys herausschaut. Kräftiges Ablecken ist für dein Baby außerdem ein zusätzlicher Ansporn, tief Luft zu holen. Dabei darfst du auch feierlich die Nabelschnur durchbeißen.

Deine Babys  kommen meist mit einem kleinen Schwall dunkler Flüssigkeit zur Welt. Und sie bringen dir etwas Besonderes mit. Jedem Welpen folgt eine Nachgeburt. Das ist ein Gewebeklumpen, der sehr lecker für dich ist und dir ein wenig von der Energie zurückgibt, die du für die Geburt brauchst.

Je weniger Babys in deinem Bauch sind, desto größer werden sie normalerweise bei der Geburt sein. Wenn es nur eines ist, ist es eventuell zu groß für den Weg zum Ausgang. Dann braucht ihr die Hilfe eines Tierarztes. Deswegen ist es immer gut, wenn ihr voher wisst, wie viele Babys in deinem Bauch sind, und am besten auch, wie groß sie sind. Das kann ein Tierarzt in der Woche vor der Geburt am besten sagen.

 

Hurra, dein erstes Baby ist da! Und jetzt? Jetzt gibt es erst einmal Essen! Dein Kind wird vermutlich zuerst nach deinen Zitzen suchen und seinen allerersten Hunger stillen. Die erste Milch nach der Geburt liefert deinen Babys nicht nur Nährstoffe, sondern sie unterstützt auch auf einzigartige Weise ihr Immunsystem.

Währenddessen kannst du dich ein wenig auf die Seite legen und zu Atem kommen, bevor dein nächstes Kind kommt. Nach und nach werden sich die Geschwister dann dazugesellen, wenn du mehrere Kinder auf einmal bekommst.

 

Tipp zum Weiterlesen: Wann solltet ihr einen Tierarzt hinzuziehen? Was passiert, wenn ihr beim Tierarzt seid?