Geburt

Das Wichtigste zuerst: Die meisten Katzengeburten laufen ganz natürlich und erfolgreich ab. 

Falls doch etwas nicht so läuft wie geplant, stehen einige Menschen, deine eigenen Menschen und auch Tierärzte bereit, um dir zu helfen. Vielleicht haben sie sich sogar schon abgestimmt, was sie im Fall von Geburtsproblemen machen.

Du brauchst dir also keine Sorgen zu machen.

Die Geburt kannst du etwa 65 Tage nach dem Sex erwarten.

Wenn du das erste mal Wehen hast, weißt du wahrscheinlich gar nicht, wie dir geschieht! Du wirst krampfartige Schmerzen in deinem Bauch verspüren und kannst nicht sicher sagen, ob das alles gut oder schlecht für dich ist.

Wenn du dich beruhigen möchtest, kannst du schnurren. Das ist gut für dich und für deine Kinder.

In den Stunden vor, während und nach der Geburt sollte dir immer leckere Essen zur Verfügung stehen, eine Geburt ist schließlich anstrengend!

Wenn es anfängt, ernst zu werden, und dir heiß wird oder du Schmerzen hast, hilft es auch, wenn du hechelst.

Später, wenn die Wehen stärker werden, darfst du auch deinen Schmerz und deine Anstrengung richtig rausbrüllen. In diesem Moment bist nur du wichtig. Wenn das irgendwen stört, ist das sein Problem!

Jedes deiner Kinder kommt gut verpackt in einer Hülle zur Welt. Jetzt heißt es: Nicht wundern, auspacken! Die Hülle brauchen deine Babys für das Leben in deinem Bauch und für eine reibungslosse Geburt. In der Hülle können sie draußen aber keine Luft bekommen. DEswegen musst du sie daraus befreien, sobald sie vor dir liegen. Das kannst du am besten mit deiner Zunge und deinen Zähnen erledigen. Du darfst sogar schon anfangen, wenn nur ein Teil deines Babys herausschaut. Kräftiges Ablecken ist für dein Baby außerdem ein zusätzlicher Ansporn, tief Luft zu holen. Dabei darfst du auch feierlich die Nabelschnur durchbeißen.

Deine Babys  kommen meist mit einem kleinen Schwall dunkler Flüssigkeit zur Welt. Und sie bringen dir etwas Besonderes mit. Jedem Welpen folgt eine Nachgeburt. Das ist ein Gewebeklumpen, der sehr lecker für dich ist und dir ein wenig von der Energie zurückgibt, die du für die Geburt brauchst.

Je weniger Babys in deinem Bauch sind, desto größer werden sie normalerweise bei der Geburt sein. Wenn es nur eines ist, ist es eventuell zu groß für den Weg zum Ausgang. Dann braucht ihr die Hilfe eines Tierarztes. Deswegen ist es immer gut, wenn ihr voher wisst, wie viele Babys in deinem Bauch sind, und am besten auch, wie groß sie sind. Das kann ein Tierarzt in der Woche vor der Geburt am besten sagen.

 

Hurra, dein erstes Baby ist da! Und jetzt? Jetzt gibt es erst einmal Essen! Dein Kind wird vermutlich zuerst nach deinen Zitzen suchen und seinen allerersten Hunger stillen. Die erste Milch nach der Geburt liefert deinen Babys nicht nur Nährstoffe, sondern sie unterstützt auch auf einzigartige Weise ihr Immunsystem.

Währenddessen kannst du dich ein wenig auf die Seite legen und zu Atem kommen, bevor dein nächstes Kind kommt. Nach und nach werden sich die Geschwister dann dazugesellen, wenn du mehrere Kinder auf einmal bekommst.

 

Tipp zum Weiterlesen: Wann solltet ihr einen Tierarzt hinzuziehen? Was passiert, wenn ihr beim Tierarzt seid?