Lilly und Elli bearbeitet und skaliertLilly und Elli kennen sich schon langeHunde: Sie sind laut. Sie sind hektisch. Und im Vergleich zu uns sind sie auch noch unelegant.

Sie können nicht einmal laufen, ohne dass ihre Krallen auf dem Boden klappern.

Aber sie können auch sehr freundlich sein. Außerdem sind sie warm, weich und ihren Freunden gegenüber treu. Um von alledem etwas zu haben, kannst du dich mit ihnen anfreunden. Nicht jeder Hund ist dafür gut geeignet. Manche sehen uns Katzen nur als Beute an.

Wenn du einen solchen Hund zu deinem Freund machen möchtest, kostet das sehr viel Arbeit und ist auch nicht ganz ungefährlich. Oft bleibt auch für immer eine unterschwellige Gefahr bestehen. In einer solchen Situation solltest du auf keinen Fall alleine arbeiten, sondern nur mit deinem Menschen zusammen, der dich schützen kann.

Wenn der Hund aber nicht gleich kopflos wird, wenn du auftauchst, ist eine Freundschaft möglich.

 

So kannst du eine Freundschaft aufbauen:

Zunächst musst du wissen: So stark wie sie wirken, sind Hunde gar nicht. Wir Katzen sind meist beweglicher und schneller. Wenn du es willst, kannst du einen Hund auch ernsthaft verletzen. Ein gezielter Kratzer kann ihre empfindlichen Augen stark verletzen. Ein Kratzer auf der Nase verursacht ihnen schlimme Schmerzen.

Es ist also eine Beziehung auf Augenhöhe. Und der Aufbau einer Freundschaft zwischen dir und einem Hund hat auch einige Parallelen mit einer Beziehung unter Menschen.

Stufe 1: Ein guter Start miteinander beginnt oft mit einem gemeinsamen Essen. Das sollte erstens lecker sein und zweitens einige Zeit in Anspruch nehmen. Ihr wollt euch ja kennenlernen und schließlich miteinander genießen und entspannen.

Wie in einer Beziehung zwischen Menschen könnt ihr am Anfang einen gewissen Abstand zwischen euch wahren. Am besten setzt du dich auf einen erhöhten Posten, so dass ihr beide wisst, dass er dich nicht erreichen kann. Wenn das klar ist, hilft es euch zu entspannen.

Die gemeinsame Mahlzeit kann zum Beispiel Lecker-Paste sein, die dein Mensch euch beiden vor die Pfoten schmiert. Die könnt ihr dann gründlich ablecken, was schmeckt und eine Weile dauern wird.

Macht das ruhig mehrmals täglich. Währenddessen könnt ihr ganz langsam immer näher bei einander Paste schlecken. Wenn ihr das sicher und mit reinem Vergnügen nebeneinander machen könnt, könnt ihr Stufe 2 in Angriff nehmen.

Stufe 2 heißt, mit einander etwas zu Unternehmen. Jetzt kommt zum ersten Mal Bewegung ins Spiel. Dein Mensch kann beginnen, euch kleine Leckerchen zuzurollen, so dass ihr euch beim Einfangen ein wenig bewegt. Damit das gut klappt, sollten die Leckerchen sich anfangs nicht allzu doll bewegen, kleine Strecken und ein langsames Tempo reichen anfangs vollkommen. Später könnt ihr richtige Jagden veranstalten. Aber lasst euch bis dahin viel Zeit. Vom Anbeginn eurer Freundschaft sollte jedes eurer Treffen entspannt ablaufen und von einem guten Gefühl begleitet sein.

Stufe 3 ist eine Zeit, in der ihr euch zwischen den Mahlzeiten einfach egal seid. Ihr könnt euch entspannt mit einander im Alltag bewegen. Dabei spielt es keine Rolle, ob einer von euch rennt oder springt. Der jeweils andere bekommt auf Stufe 3 weder Angst noch Jagdlust.

Stufe 4 ist die Schönste. Aber wie bei einer Beziehung zwischen Menschen kommt kein Paar nicht unbedingt auf diese Stufe. Es ist die Stufe echter Zuneigung. Hier kann gekuschelt werden, ihr pflegt euch gegenseitig, passt auf einander auf, freut euch auf einander und vermisst euch, wenn einer fehlt.

Zu dem Zeitpunkt hat mindestens einer von euch eine Fremdsprache gelernt. Entweder kannst du gut die Hundesprache lesen und auch antworten. Oder dein Hund hat gelernt, auf Katzensprache zu kommunizieren. Vielleicht habt ihr auch beide ein wenig von der Sprache des anderen gelernt.

Wenn ihr auf Stufe 3 bleibt, habt ihr euch auf eine Universalsprache geeinigt: Rücksichtnahme. Sie ist nicht ganz so tiefgehend wie Hundesprache, Katzensprache oder eine Misch-Sprache, reicht aber aus um friedlich zusammenzuleben.

In jedem Fall hast du dir jetzt schon große Vorteile verschafft. Bedenke aber immer, dass eine Freundschaft zwischen deinem Hund und dir etwas Besonderes ist. Das heißt nicht, dass dich andere Hunde auch automatisch auch mögen müssen. Bleib bei neuen Hudnen sicherheitshalber vorsichtig.

Ein kleiner Hinweis zum Schluss: Neben all den Vorteilen, die die Freundschaft mit einem Hund mit sich bringt, gibt es noch einen kleinen Bonus: Neben einem Hund siehst du einfach noch eleganter aus...